Sehr geehrte Damen und Herren,

 

zunächst einmal möchte ich mich bei Ihnen auch in diesem Jahr herzlichst für die konstruktive Zusammenarbeit im Jahr 2025 bedanken. Die Familie KÖHLER mit Mitarbeitenden wünscht Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2026.

 

In diesem Jahr sind wir erstmals laut offiziellem Branchenport unter den TOP 50 von über 30.000 Gebäudedienstleistern in Deutschland. Mit über 2.000 Möglichmachern an 8 bundesweiten Standorten ist es uns als heimatverbundenes Familienunternehmen mit Tradition und langjähriges Mitglied sowohl der Innung als auch des Qualitätsverbund Gebäudedienste e.V. auch im Jahr 2026 trotz vieler Unwägbarkeiten eine Herzensangelegenheit, bestmögliche Zuverlässigkeit, Qualität sowie Flexibilität zu gewährleisten.

 

Sowohl der Mangel an fähigen Arbeitskräften, als auch viele weitere politische Themen erschweren uns und allen anderen Gebäudedienstleistern immer mehr die Hygiene und Sauberkeit zu leisten, die die Auftraggeber verdienen und schließlich auch eingekauft haben. Insbesondere bei Urlaubs- und Krankheitsvertretungen sowie in ländlichen Gebieten haben wir und sicherlich auch einige unserer Auftraggeber diese Schwierigkeiten weiterhin schmerzlich zu spüren bekommen. Die Integration von Asylsuchenden in den Arbeitsmarkt ist trotz der Bemühungen vieler Betriebe krachend gescheitert und damit auch die Hoffnung begraben, hier eine Entspannung herbeizuführen. Auch wenn uns das Meistern der meisten Probleme oftmals besser gelungen ist als vieler unserer Mitbewerber, blicken wir durchaus sorgenvoll in die Zukunft. Hier ist jeder einzelne Akteur gefordert, dieser Entwicklung entschlossen entgegenzusteuern.


Sie können sicher sein: Wir bei KÖHLER tun weiterhin unter größten Anstrengungen unser Bestes, damit Sie getreu unserem Motto auch in Zukunft Sauberkeit und Hygiene erleben. Wir wissen, dies ist für Sie als Auftraggeber zunächst nicht immer sichtbar. Nicht selten war ich dieses Jahr im Austausch mit vielen Auftraggebern, die sich den aktuellen Herausforderungen unserer Branche nicht sonderlich bewusst waren. Hier möchte ich immer auch etwas für Aufklärung sorgen.

 

Auch für das kommende Jahr sind wir leider gezwungen auf steigende Beschaffungskosten sowie die erneut steigenden Tariflöhne und Lohnnebenkosten zu reagieren.

 

Wichtig für Sie:

 

Jedes Unternehmen, das gewerbliche Reinigungsdienstleistungen in Deutschland anbietet (unabhängig von einer Mitgliedschaft im Tarifträgerverband), wird durch die Allgemeinverbindlichkeit verpflichtet, Vereinbarungen aus dem aktuellen Rahmentarifvertrag unmittelbar einzuhalten.

Dies wird durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls strengstens geprüft.

 

Was bedeutet dies konkret für Sie als unseren Auftraggeber?

Zum 01.01.2026 erhöht sich Ihre Netto-Monatspauschale um 8,45 % (unter zusätzlicher Berücksichtigung vertraglicher Vereinbarungen).

 

Die Tariflöhne steigen neben weiteren lohngebunden Kosten wie in den vergangen Jahren nochmals deutlich an. Die Mindestlohnerhöhung in Höhe von 8,42% wirkt sich unmittelbar auf die Erhöhung des Tariflohns aus, da die Tarifpartner sich von dem Image als Dumpinglohn-Branche lösen wollen. Viel mehr sorgen wir uns aber über die stete Erhöhung der Lohnnebenkosten in Deutschland. 90 % unserer Kosten sind lohngebundene Kosten. Aktuell sind die Betriebsergebnisse der Branche bereits trotz der Weitergabe von Lohnerhöhungen an die Auftraggeber bei 0 angelangt. Das Sterben vieler (seriöser) kleiner und mittlerer Betriebe hat bereits begonnen. Diese werden am Markt ersetzt durch örtliche, oftmals weniger seriöse Kleinstbetriebe/Hausmeisterbetriebe, deren Sach- und Fachkunde den heutigen Anforderungen nicht gerecht werden. Über die Großkonzerne, die durch Dumping-Preise und unrealistische Versprechungen Auftraggeber quasi über den Tisch ziehen, möchte ich lieber kein Wort zu viel verlieren.


Wir sind wie viele andere familiengeführte Dienstleister weiterhin der Meinung: Eine simple Erhöhung des Tariflohns bringt niemanden weiter, denn immer weiter steigende Löhne bedeuten schlussendlich immer weiter steigende Kosten. Zufriedenere, arbeitswilligere und fähigere Kräfte erhält man durch so eine plumpe Maßnahme nicht (die Außendarstellung unserer Branche profitiert hiervon ohnehin nicht). Diese Erfahrung musste die Branche schon die vergangenen Jahrzehnte machen, allerdings ist dies weiterhin nicht bei jedem Tarifpartner vorgedrungen. Hier gibt es viele Stellschrauben, die wir als Betrieb fernab der illusorischen Vorstellungen von Politik und Gewerkschaft mit größter Mühe tagtäglich drehen (der gleiche Text wie im vergangenen Jahr, allerdings hat sich bedauerlicherweise bis jetzt nichts an den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland geändert).

 

Ich bitte Sie um Verständnis und freue mich auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit.

 

Freundliche Grüße

 

Dominik H. Köhler

Mitglied der Geschäftsleitung

 

Wir bitten auch nochmals um Beachtung: Da von einigen Kommunen eine sehr frühe Rechnungsstellung der Unterhaltsreinigung vertraglich gefordert wird, erhalten programmbedingt viele Auftraggeber ihre Unterhaltsrechnung(en) zu einem frühen Zeitpunkt im Monat. Dies hat jedoch keine negativen Auswirkungen auf vereinbarte Zahlungsziele.